Postdienste

Gespräch zum Erhalt der BZA-Schicht

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Gespräch zum Erhalt der BZA-Schicht

Nachdem die ver.di-Betriebsgruppe BRIEF Lübeck und der ver.di-Betriebsrat der Niederlassung BRIEF Lübeck der Deutschen Post AG ihren Unmut und Unverständnis über die vom Arbeitgeber beabsichtigte Schließung der Abgangsschicht (BZA) im Schweriner Briefzentrum u.a. in vielen Gesprächen kund tat und dieses Thema in den Vordergrund der letzten Betriebsversammlungen stellte, wurde das Thema dann im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, mit der Unterstützung der Partei DIE LINKEN, namentlich Herr Foerster, mit Nachdruck platziert. Die Betriebsgruppe organisierte eine Mahnwache vor der Staatskanzlei am 11.12.18. Wenige Tage später (14.12.18) folgte daraufhin eine Diskussion im Landtag. Auf Grund dieser Debatte, folgte nun am 21.01.19 das Gespräch beim zuständigen Wirtschaftsminister Harry Glawe.

In dem über einstündigen Gespräch wurden die systematischen Zusammenhänge offengelegt, die zum fehlenden Sendungsmengendurchsatz geführt haben. Hier wurde seitens der ver.di-Vertreter auch nicht mit Kritik an der öffentlichen Vergabepraxis (Ausschreibungen) der Landesbehörden und -ministerien gespart. Zudem wurden weitere alternative Vorgehensweisen besprochen, die einer BZA-Schichtschließung hinfällig machen würden.

Minister Glawe sicherte einerseits zu, dass ihm der Erhalt der Arbeitsplätze – ausdrücklich auch der Kolleginnen und Kollegen mit befristeten Verträgen – wichtig ist und er hier das Gespräch mit der Niederlassungsleitung und dem Betriebsrat vertiefen will.

Zudem wird der Wirtschaftsminister die Bundesnetzagentur und die dazugehörigen Beiratsmitglieder sowie die Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern hinsichtlich dieser unternehmensseitigen Entscheidung, die aus gewerkschaftlicher Sicht auf die grenzenlose Rendite- und Gewinngier des Vorstandes zurückzuführen sind, anschreiben und sensibilisieren. Unverständlich ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Deutsche Post kaum Aktivitäten zur Kundenansprache unternimmt, um zusätzliche Sendungsmengen für das Schweriner Briefzentrum einzuwerben.

Weitere Gespräche sind vereinbart. Für die ver.di-Betriebsgruppe und den Betriebsrat geht es weiter um den Erhalt der BZA-Schicht und der dortigen Arbeitsplätze. Wir kämpfen weiter.